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Praktisches

Wohnmobil-Touren ab Almuñécar – Aussichten, Bergstraßen und Übernachtung

Von Almuñécar aus erreichen Sie mit dem Wohnmobil sowohl die Panoramaausblicke der Küste, die Bergdörfer der Alpujarra, den Schnee der Sierra Nevada, die Alhambra in Granada, die Felsen von El Torcal, den Caminito del Rey als auch die Wüstenküste bei Cabo de Gata. Hier finden Sie die besten Ziele, legale Übernachtungsplätze, Strecken, die für große Mobile zu eng sind – und vier Tourenvorschläge für 1–4 Tage.

02-11-2026 · 19 Min. Lesezeit

Faktengeprüft am 02-11-2026

Geprüft anhand der spanischen Wikipedia (A-4050, A-395, Torcal de Antequera, Caminito del Rey, Embalse de Rules), Cetursa Sierra Nevada (Ausschreibungsunterlagen für einen Wohnmobilstellplatz auf dem Parkplatz Los Peñones, 2026), Nevasport (09-2026), Fremdenverkehrsamt Granada, Vereinigung Los Pueblos Más Bonitos de España (Stellplätze in Frigiliana, Pampaneira, Capileira und Trevélez), Campingplatzangaben, Euro Weekly News (31-08-2026) und OpenStreetMap. Die meisten spanischen Seiten konnten wir nur in Auszügen aus Suchmaschinen einsehen und nicht direkt öffnen. Park4night, Campercontact und Webcampista wurden zur Platzrecherche herangezogen; Nutzerangaben sind als „laut Nutzern“ gekennzeichnet. Nicht abschließend verifizieren konnten wir: genaue Preise für die meisten Plätze, ob auf dem Alhambra-Parkplatz noch übernachtet werden darf, ob der neue Wohnmobilstellplatz in der Sierra Nevada bereits eröffnet ist, ob Camping El Chorro geöffnet hat, offizielle Höhen- und Breitenbegrenzungen auf der A-4050 und A-4132 sowie genaue Straßen-Fahrstrecken (wir geben Luftlinie an).

Die Poqueira-Schlucht in der Alpujarra mit den drei weißen Dörfern Pampaneira, Bubión und Capileira
Die Poqueira-Schlucht in der Alpujarra mit den drei weißen Dörfern Pampaneira, Bubión und Capileira Foto: Bergerie · CC BY 3.0 · Commons

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Vor der Abfahrt: drei Dinge, die überall gelten

  • Parken ja, Campen nein. In Spanien darf ein Wohnmobil in der Regel dort parken, wo auch ein Pkw parken darf – Campingstühle, Markise, Stützen und Abwasser machen daraus jedoch Camping. Die Regeln finden Sie unter Do's & Don'ts fürs Wohnmobil.
  • In Naturparks gelten strengere Regeln. In Naturparks und Naturschutzgebieten gelten die gesonderten Parkregeln, und es werden Bußgelder verhängt. Übernachten Sie auf einem Campingplatz oder einem ausgewiesenen Stellplatz.
  • Google Maps kennt Ihr Fahrzeug nicht. Die Pkw-Navigation in Google Maps zeigt keine Höhen-, Gewichts- oder Breitenbeschränkungen an. Informieren Sie sich unter Straßen und Parken fürs Wohnmobil und achten Sie stets auf die Beschilderung.

Alles zur Entsorgung von Grau- und Schwarzwasser, Frischwasser und Gas finden Sie unter Entsorgung, Wasser und Gas. Die Plätze entlang der Küste sind gelistet unter Wohnmobilstellplätze an der Küste.

Die Küste: Cerro Gordo und Maro (7–13 km)

Die kürzeste Route führt über die alte Küstenstraße N-340 westlich von Almuñécar. Sie verläuft an La Herradura vorbei und hinauf über die Klippen zum Mirador de Cerro Gordo, einem Aussichtspunkt mit Restaurant und Panoramablick entlang der Steilküste Richtung Maro und Nerja. Die Felsen gehören zum Schutzgebiet Acantilados de Maro-Cerro Gordo – mehr dazu unter Maro-Cerro Gordo.

Die Klippen von Maro-Cerro Gordo, gesehen vom Mirador de Cerro Gordo
Die Klippen bei Maro-Cerro Gordo vom Mirador de Cerro Gordo aus gesehen Foto: Krzysztof Ziarnek, Kenraiz · CC BY-SA 4.0 · Commons
  • Entfernung: Mirador de Cerro Gordo ca. 7 km, Maro ca. 13 km Luftlinie von Almuñécar.
  • Übernachtung: Nicht am Aussichtspunkt. Laut Nutzern auf Park4night (Stand 02-11-2026) ist der Parkplatz nur für die Tagesnutzung gedacht, bietet nur wenigen Fahrzeugen Platz und ein Schild verbietet Wohnmobile – halten Sie also nur kurz an oder parken Sie außerhalb. Der nächste Campingplatz ist Villa del Mar – Camping Nerja an der N-340 km 296–297 in Maro, der einzige Campingplatz bei Nerja und Maro. Er nimmt Wohnmobile auf und hat laut Park4night ganzjährig geöffnet. Preise direkt beim Platz erfragen. Weitere Plätze in westlicher Richtung finden Sie im Artikel über die Küste.
  • Fallstricke: Fahren Sie niemals hinab zu den kleinen Buchten – im Schutzgebiet ist das Befahren der Strände mit motorisierten Fahrzeugen verboten. Die alte N-340 ist sehr kurvig; die A-7 ist die schnellere Verbindung.
  • Reisezeit: Ganzjährig. Vormittags und am späten Nachmittag ist das Licht am schönsten.

Frigiliana: außerhalb parken (ca. 19 km)

Das weiße Dorf oberhalb von Nerja ist ein absolutes Highlight – im Ort selbst jedoch nicht mit dem Wohnmobil befahrbar. Die Altstadt besteht aus steilen Treppen und engen Gassen; die Calle Real ist die einzige befahrbare Straße der Altstadt. Die Tiefgarage unter der Plaza de las Tres Culturas hat eine Durchfahrtshöhe von 2,20 m – für Wohnmobile unpassierbar. Alles Wissenswerte zum Ort lesen Sie unter Frigiliana.

  • Übernachtung: Laut Los Pueblos Más Bonitos de España (Stand 02-11-2026) bietet die Gemeinde an der MA-5105 am Ortsrand einen kostenlosen Übernachtungsplatz für 3 Wohnmobile mit Trinkwasser an. Auf der Website der Gemeinde konnten wir dies nicht offiziell verifizieren. Alternativ: Campingplätze an der Küste.
  • Tagesparken: Laut Nutzern auf Park4night gibt es an der Ortseinfahrt einen kostenlosen Tagesparkplatz, der jedoch schnell voll ist – reisen Sie frühzeitig an.
  • Reisezeit: Frühling und Herbst. Ende August findet das Kulturfestival statt und es ist extrem voll.
Frigilianas weiße Häuser am Hang
Frigilianas weiße Häuser am Berghang Foto: Quintin Soloviev · CC BY 4.0 · Commons

Carretera de la Cabra und Suspiro del Moro (12–38 km)

Die A-4050, die im Volksmund Carretera de la Cabra („Ziegenstraße“) genannt wird, ist die historische Route von Almuñécar nach Granada. Sie ist 59,13 km lang und führt von Almuñécar über Torrecuevas, Jete und Otívar hinein in den Naturpark Sierras de Tejeda, Almijara y Alhama, über den Puerto de la Cabra bis zum Pass Puerto del Suspiro del Moro vor Granada. Oberhalb von Otívar liegt der Aussichtspunkt Mirador de la Cabra Montés mit einem kleinen Parkplatz. Die Geschichte und die Sage vom Seufzer des Mauren finden Sie bei den Motorradtouren und in den Fruchttälern.

In den Fels geschlagener Tunnel an der A-4050, Carretera de la Cabra
In den Fels gehauener Tunnel auf der A-4050, Carretera de la Cabra Foto: Davemegi · CC BY-SA 4.0 · Commons
  • Entfernung: Mirador de la Cabra Montés ca. 12 km, Suspiro del Moro ca. 38 km Luftlinie.
  • Fallstricke: Die Straße ist zweispurig, aber schmal und kurvig, und ab Venta del Fraile durch den Naturpark gibt es keine Seitenstreifen (Wikipedia); zudem wurden Tunnel direkt in den Fels gehauen. Offizielle Beschränkungen zu Höhe, Breite oder Länge konnten wir nicht ermitteln. Eine Radsport-Website beschreibt den Belag zwischen etwa 1.000 und 1.200 m Höhe als sehr rau. Mit einem kleinen Wohnmobil oder Campervan ist die Strecke ein echtes Erlebnis; für große Mobile ist die A-44 über Motril die sicherere Wahl.
  • Übernachtung: Entlang der Strecke ist kein legaler Wohnmobilstellplatz bekannt. Übernachten Sie in Granada (siehe unten) oder fahren Sie zurück an die Küste.
  • Reisezeit: Frühling und Herbst. Meiden Sie die Straße im Winter bei Schnee und Eis sowie bei Dunkelheit.

Die Alpujarra: Lanjarón, Órgiva und die Poqueira-Schlucht (28–47 km)

Die weißen Bergdörfer der Alpujarra sind das absolute Highlight jeder Wohnmobiltour. Die Anfahrt erfolgt über die A-7 und A-44 und dann entweder am Rules-Stausee vorbei über die A-346 oder über Lanjarón auf der A-348 nach Órgiva. Von dort schlängelt sich die A-4132 über rund 42 km hinauf durch die Poqueira-Schlucht mit Pampaneira, Bubión und Capileira und weiter bis Trevélez. Mehr zu den Dörfern, dem Donnerstagsmarkt in Órgiva und dem Kurbad in Lanjarón erfahren Sie unter Alpujarras.

Der Rules-Stausee ist eine Talsperre des Flusses Guadalfeo bei Vélez de Benaudalla – die Staumauer ist 118 m hoch, und bei Vollstau bedeckt der See rund 345 ha (Wikipedia). Laut Komoot war er in den letzten Jahren aufgrund von Trockenheit nur gering gefüllt. Direkt am See ist uns kein Stellplatz bekannt; genießen Sie den Ausblick einfach von der Straße aus.

Eine typische Straße in Pampaneira
Eine typische Gasse in Pampaneira Foto: Jl FilpoC · CC BY-SA 4.0 · Commons
Der Rules-Stausee (Embalse de Rules) bei Órgiva
Der Rules-Stausee (Embalse de Rules) bei Órgiva Foto: Berrocal1950 · CC BY-SA 4.0 · Commons

Übernachtungsmöglichkeiten

OrtTypAktueller Kenntnisstand (Stand 02-11-2026)Luftlinie von Almuñécar
Camping ÓrgivaCampingplatzAn der A-348 direkt südlich von Órgiva. Preise und Winteröffnungszeiten: siehe campingorgiva.comca. 30 km
Área de autocaravanas Entre Sierra y Mar, ÓrgivaPrivater, kostenpflichtiger StellplatzNeuerer Platz in Órgiva laut OpenStreetMap und Campio. Preise und Ausstattung nicht bestätigtca. 30 km
Camping Puerta de la AlpujarraCampingplatzStraße Lanjarón–Órgiva km 14, Las Barrerasca. 29 km
PampaneiraKommunaler ÜbernachtungsplatzKostenlos, an der A-4132 am Ortseingang. Quellen nennen uneinheitlich 3 oder 6 Stellplätze. Trinkwasser – keine Toilettenentsorgung. An Wochenenden und Feiertagen voll; es gibt einen Ausweichplatz an der A-4132ca. 37 km
CapileiraKommunale StellplätzeKostenlos: 6 Plätze auf dem öffentlichen Parkplatz Barranco de Poqueira im Zentrum mit Wasser, Grau- und Schwarzwasserentsorgung sowie Strom. Zudem 8 Plätze bei den Sportanlagen am Ortsrand mit Wasserca. 39 km
Camping TrevélezCampingplatz mit WohnmobilbereichGanzjährig geöffnet (Alan Rogers). Laut Los Pueblos Más Bonitos 30 Plätze für 24 € (≈ 179 kr.) pro Nacht mit Wasser und Grauwasserentsorgung (ohne Datum). Ein kostenloser Gemeindestellplatz in Trevélez wird ebenfalls erwähntca. 47 km

Die Angaben zu Pampaneira, Capileira und Trevélez stammen von der Vereinigung Los Pueblos Más Bonitos de España, die angibt, dass die Plätze von den Gemeinden betrieben werden. Auf den Websites der Gemeinden konnten wir dies nicht unabhängig verifizieren. Die Vereinigung rät dazu, die Toilette in Órgiva oder auf dem Rückweg zur Küste zu leeren, da es in Pampaneira keine Entsorgungsstation gibt.

  • Fallstricke: Die Bergstraßen sind auf den letzten 15–40 km schmal und sehr kurvenreich. Der Campingführer Alan Rogers beschreibt die Straße nach Trevélez als stellenweise extrem gewunden, eng und ungeeignet für große Fahrzeuge. Offizielle Längen- oder Breitenbegrenzungen liegen uns nicht vor. Fahren Sie niemals in die historischen Dorfkerne hinein – die Gassen sind oft selbst für normale Pkw zu schmal.
  • Reisezeit: Frühling und Herbst. Im Winter können Schnee und Glätte auftreten, im Sommer wird es um die Mittagszeit drückend heiß.
Trevélez in der Alpujarra unter der Sierra Nevada
Trevélez in der Alpujarra unterhalb der Sierra Nevada Foto: Tuxyso · CC BY-SA 3.0 · Commons

Sierra Nevada: hoch hinauf in den Schnee (ca. 48 km)

Die A-395 führt von Granada hinauf zum Wintersportort Pradollano (ca. 2.100 m). Die öffentliche Straße endet am Aussichtspunkt Hoya de la Mora auf rund 2.500 m. Die letzten ca. 10 km hinauf zum Veleta sind seit 1989 für den allgemeinen Verkehr gesperrt; nur autorisierte Fahrzeuge dürfen den Kontrollposten passieren (Wikipedia). Skifahren, Wandern, Wetter, Schneeketten und Busverbindungen finden Sie unter Sierra Nevada.

Refugio Capitán Cobo am Pico Veleta in der Sierra Nevada
Das Refugio Capitán Cobo am Pico Veleta in der Sierra Nevada Foto: Slaunger · CC BY-SA 3.0 · Commons
  • Übernachtung: Stand November 2026 noch unklar. Die Betreibergesellschaft des Skigebiets Cetursa hat 2026 einen Teil des Parkplatzes Los Peñones für einen professionellen Wohnmobilstellplatz mit Schranke, Strom, Wasser und Entsorgung ausgeschrieben (der Entwurf sieht 48 Plätze vor). Laut Nevasport (September 2026) soll der Parkplatz Las Sabinas nicht mehr für Wohnmobile genutzt werden, dafür aber Los Peñones. Eine offizielle Entscheidung oder ein Eröffnungsdatum lag uns noch nicht vor. Nutzer auf Park4night berichten, dass die Polizei Bußgelder verhängt, wenn campingähnliches Verhalten festgestellt wird. Erkundigen Sie sich vorab bei Cetursa oder übernachten Sie in Granada oder in der Alpujarra.
  • Fallstricke: Im Winter sind Schneeketten oder geeignete Winterreifen obligatorisch – mehr zu Straßenverhältnissen und Kettenpflicht unter Sierra Nevada. Treten Sie die Talfahrt an, bevor es dunkel wird und die Fahrbahn überfriert. Prüfen Sie vorher den Bergwetterbericht der AEMET.
  • Reisezeit: Die Skisaison dauert in der Regel bis April (zum Saisonstart siehe Sierra Nevada). Im Sommer ist Hoya de la Mora ein idealer Ausgangspunkt für Hochgebirgswanderungen.

Granada und die Alhambra (ca. 44–50 km)

Granada lohnt sich für einen ausgedehnten Tagesausflug oder eine Zweitagestour. Vermeiden Sie Fahrten in die Altstadt – der Albaicín und das Viertel rund um die Alhambra sind für Wohnmobile gänzlich ungeeignet. Alles zu Alhambra-Tickets und Sehenswürdigkeiten finden Sie unter Granada und die Alhambra.

Sierra Nevada, gesehen von der Alhambra in Granada
Die Sierra Nevada, gesehen von der Alhambra in Granada Foto: Palickap · CC BY-SA 4.0 · Commons
  • Übernachtung: Camping Reina Isabel in La Zubia südlich von Granada hat laut camping.info ganzjährig geöffnet. Laut Campercontact-Nutzern hält der Linienbus nach Granada direkt gegenüber des Platzes; eine Bewertung aus dem Jahr 2026 empfiehlt den Bus zur Alhambra, da der Anstieg steil ist. Nutzer weisen darauf hin, dass die Parzellen recht schmal bemessen sind. Das Fremdenverkehrsamt von Granada erwähnt einen Wohnmobilparkplatz an der Alhambra, auf dem ohne Wasser und Strom übernachtet werden dürfe – andere Quellen betonen hingegen, das Übernachten sei untersagt. Klären Sie dies direkt vor Ort, bevor Sie fest damit planen.
  • Fallstricke: Enge Straßen im Zentrum und rund um die Alhambra. Hinweise zu Umweltzonen und Parkmöglichkeiten in Granada finden Sie unter Straßen und Parken.
  • Reisezeit: Frühling und Herbst. Im Sommer herrschen extreme Temperaturen, und Eintrittskarten für die Alhambra sind oft Wochen im Voraus vergriffen – buchen Sie rechtzeitig.

Antequera und El Torcal (80–85 km)

El Torcal de Antequera besticht durch eine bizarre Karstlandschaft aus Kalkstein, die an aufgeschichtete Steinplatten und Pilzformationen erinnert. Das Gebiet steht seit 1989 als Paraje Natural unter Schutz, umfasst 1.171 ha und wurde 2016 zusammen mit den Dolmen von Antequera in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen (Wikipedia). Wanderwege starten direkt am Besucherzentrum bei Torcal Alto.

Die Kalksteinformationen in El Torcal bei Antequera
Die Kalksteinformationen in El Torcal bei Antequera Foto: Jebulon · CC0 · Commons
Dolmen de Menga in Antequera
Dolmen de Menga in Antequera Foto: Malopez 21 · CC BY-SA 4.0 · Commons
  • Übernachtung: Die Área de autocaravanas Antequera in der Calle Miguel de Cervantes im Ort ist städtisch und kostenlos. Laut OpenStreetMap bietet sie 16 Stellplätze, Frischwasser und Entsorgung. Nutzer auf Park4night berichten, dass der Platz häufig belegt ist, deutliches Gefälle aufweist (Auffahrkeile ratsam) und die Entsorgungsstation recht eng anzufahren ist.
  • Nicht in El Torcal übernachten: Laut Nutzerberichten verbietet ein Hinweisschild an der Zufahrt das Übernachten für Wohnwagen und Wohnmobile im gesamten Schutzgebiet. Besuchen Sie das Gebiet daher tagsüber. Direkt neben dem innerstädtischen Stellplatz befindet sich eine Tiefgarageneinfahrt mit max. 2 m Höhe (OpenStreetMap) – für Wohnmobile unpassierbar.
  • Reisezeit: Frühling und Herbst. Die Zufahrt hinauf nach Torcal Alto ist steil und kurvig.

Caminito del Rey und El Chorro (ca. 97–98 km)

Der Caminito del Rey ist ein spektakulärer Klettersteig-Weg, der an den Steilwänden der Schlucht Desfiladero de los Gaitanes montiert ist. Die Hängebrücken und Holzstege selbst messen gut 3 km, die Gesamtwanderung mit Zuwegung umfasst ca. 7,7 km. Der Weg wurde 2015 saniert wiedereröffnet; Tickets müssen vorab online gebucht werden (Wikipedia). Das Ziel liegt bei El Chorro, wo Bahn- und Busanbindung bestehen.

Caminito del Rey
Caminito del Rey Foto: Diego Delso · CC BY-SA 4.0 · Commons
  • Übernachtung: Laut stellplatz.info bieten die privaten Anlagen Finca La Campana (5 Wohnmobilstellplätze, max. 14 Nächte, ca. 15 Gehminuten zum Caminito del Rey) und Casa La Paz (ca. 25 € (≈ 186 kr.) inkl. Strom, max. 9 m Fahrzeuglänge, bis zu 30 Nächte) Plätze in El Chorro an. Die Preise sind unverbindlich. Ob Camping El Chorro geöffnet hat, konnten wir nicht zweifelsfrei klären – eine Quelle meldet eine vorübergehende Schließung.
  • Fallstricke: Webcampista-Nutzer raten davon ab, mit großen Mobilen ganz hinunter nach El Chorro zu fahren, da die Straße sehr eng ist. Der Parkplatz am Zugang bei Ardales ist laut Nutzern nur tagsüber geöffnet und wird nachts durch eine Kette verschlossen.
  • Reisezeit: Frühling und Herbst. Im Sommer staut sich in der Schlucht die Hitze.

Möchten Sie die Gegend lieber vom Wasser aus erkunden? Siehe Kajak am El Chorro.

Cabo de Gata – die weite Tour (ca. 129–134 km)

Der Naturpark Cabo de Gata-Níjar östlich von Almería begeistert mit Halbwüstenlandschaften, Vulkangestein und einsamen Buchten – und ist die längste Tour dieser Übersicht. Auf der Straße ist die Strecke deutlich weiter als die Luftlinie; planen Sie daher mindestens eine Zwischenübernachtung ein.

Der Leuchtturm von Cabo de Gata
Der Leuchtturm am Cabo de Gata Foto: Elenaguiadealmeria · CC BY-SA 4.0 · Commons
  • Übernachtung: Camping Cabo de Gata mit dem Wohnmobilstellplatz Camper Área Cabo de Gata an der AL-3115 km 10 in Pujaire (Níjar). Laut Park4night und Promobil gibt es Schotteruntergrund, rund 60 Stellplätze, Frischwasser und Entsorgung für Grau- und Schwarzwasser. Promobil nennt 13 € (≈ 96,98 kr.) pro Nacht – Richtwert ohne Gewähr.
  • Bußgelder im Naturpark: Die Junta de Andalucía und die Gemeinde Níjar verweisen Wohnmobile rigoros aus dem Schutzgebiet und haben Parkplätze an der Isleta del Moro sowie bei El Playazo gesperrt; im August 2026 wurden rund 100 Wohnmobile wegen Übernachtens an den Stränden mit Bußgeldern belegt (Euro Weekly News 31-08-2026). Übernachten Sie ausnahmslos auf ausgewiesenen Plätzen.
  • Reisezeit: Frühling, Herbst und Winter. Im Hochsommer ist es extrem heiß und voll.

Vier Tourenvorschläge

TourTageRouteÜbernachtung
Küste nach Westen1Almuñécar – Mirador de Cerro Gordo – Maro – Frigiliana (außerhalb parken) – RückfahrtAusgangspunkt Almuñécar oder Villa del Mar – Camping Nerja in Maro
Die Alpujarra2–3Almuñécar – Rules-Stausee – Órgiva – Pampaneira – Capileira – (Trevélez) – RückfahrtÓrgiva in der ersten Nacht, Capileira oder Camping Trevélez in der zweiten Nacht
Carretera de la Cabra und Granada2Almuñécar – A-4050 am Mirador de la Cabra Montés vorbei – Suspiro del Moro – La Zubia – per Bus zur Alhambra – Rückfahrt über A-44 (evtl. Abstecher in die Sierra Nevada)Camping Reina Isabel. Nur mit kompaktem Reisemobil über die A-4050 – ansonsten Hin- und Rückweg über die A-44
Antequera, El Torcal und Caminito del Rey3–4Almuñécar – Antequera – El Torcal (tagsüber) – El Chorro und Caminito del Rey – Rückfahrt über die A-7Wohnmobilstellplatz Antequera und ein privater Stellplatz in El Chorro

Cabo de Gata lässt sich ideal als fünfte Tour über 2–3 Tage mit Übernachtung auf dem Camping Cabo de Gata anhängen.

Videos

Videos von anderen Wohnmobilisten auf YouTube (hauptsächlich auf Spanisch, Englisch oder Deutsch). Preise und Regeln in den Videos können veraltet sein – überprüfen Sie stets die Angaben im Artikel.

Karte und Routen

Die Karte zeigt alle im Artikel vorgestellten Ziele und Übernachtungsorte. Über die Schaltflächen unter der Karte können Sie die Routen direkt in Google Maps aufrufen und auf dem Smartphone navigieren. Bitte beachten: Die normale Pkw-Navigation von Google Maps berücksichtigt keine Fahrzeugmaße oder Gewichtsgrenzen und schlägt mitunter kürzeste Wege durch engste Dorfgassen vor. Bleiben Sie vorzugsweise auf den Hauptverkehrsachsen (A-7, A-44, A-45, A-92) und achten Sie auf die örtliche Beschilderung.

Roter Stern = Playa Tropical. Klicken Sie auf einen Punkt für Name und Entfernung. Kartendaten © OpenStreetMap.

Gute Ratschläge

  • Übernachtungen in der Hauptsaison reservieren. Die kleinen Gemeindestellplätze in der Alpujarra bieten oft nur 3–8 Stellflächen und sind an Wochenenden und Feiertagen rasch belegt.
  • Ver- und Entsorgung an der Küste erledigen. In den Bergen gibt es nicht überall Servicestationen – Details unter Entsorgung, Wasser und Gas.
  • Außerhalb parken und zu Fuß gehen. Historische Ortskerne wie Frigiliana, Pampaneira, Capileira und das Viertel Albaicín in Granada sind für Wohnmobile tabu.
  • Gebirgsfahrten bei Tageslicht planen. Die Straßen sind eng und kurvenreich; im Winter kann es abends schnell zu Glatteisbildung kommen.
  • Schneeketten im Winter. Für Touren in die Sierra Nevada gehören passende Schneeketten oder geeignete Winterreifen zwingend ins Gepäck.
  • In Naturparks keinesfalls außerhalb ausgewiesener Plätze übernachten. Dies wird vor allem in Cabo de Gata, El Torcal und Maro-Cerro Gordo strikt kontrolliert.
  • Stellplätze vor der Anreise prüfen. Tarife und Nutzungsordnungen können variieren. Kontaktieren Sie die Plätze telefonisch oder online, und nutzen Sie Apps wie Park4night primär zur Orientierung – siehe auch Überwintern für App-Tipps.

Für die A-4050 (Carretera de la Cabra) und die Bergstraßen der Alpujarra liegen uns keine amtlichen Höhen- oder Breitenbegrenzungen vor. Dass Google Maps kein Durchfahrtsverbot anzeigt, garantiert kein gefahrloses Durchkommen. Wählen Sie im Zweifelsfall stets die Autobahnstrecken.

Quellen

Kronenbeträge wurden mit 1 € ≈ 7,46 kr. umgerechnet und gerundet.